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STZ am 21.12.2012


„Wer den Gemischten Chor kennt, der weiß: Es hat sich gelohnt zu kommen.“ Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Heiko Oertel das traditionelle Weihnachtskonzert desGemischten Chores Trusetal, welches am dritten Adventswochenende in der Kirche zu Trusen stattfand. Und nach dem knapp 90-minütigen Programm waren sich sowohl Zuhörer als auch Sänger sicher: Es hat sich wirklich gelohnt. Dass der Gemischte Chor ein Jahr voller Höhen und Tiefen hinter sich hat, klang in dem Konzert mehrmals an. Auf der einen Seite gab es zahlreiche schöne Momente, wiedie sehr erfolgreich durchgeführte Premiere der Trusetaler Hitparade, die unvergessliche Chorfahrt sowie das Sängerfest am Wasserfall im Sommer.Gleichzeitig hatte der Chor erst vor wenigen Wochen mit unsagbar traurigen Momenten zu kämpfen, als ein langjähriges Mitglied verstarb. „Wir haben lange diskutiert, ob das Weihnachtskonzert dieses Jahr überhaupt stattfindet“, so Hans-Werner Rudolph, Chorleiter des Gemischten Chores. Aber schnell habe man gemerkt, dass solche schweren Stunden die Mitglieder noch enger zusammengeschweißt haben und das Bedürfnis nach gemeinsamem Singen gestärkt hätten. Und der Chorleiter nutzte das Konzert am vergangenen Sonntag, um seinen Sängerinnen und Sängern zu danken. Noch nie sei ihm die Vorbereitung eines Konzertes so schwer gefallen wie in diesem Jahr . „Ich bin stolz auf euch“,sagte Rudolph. Auch an der Zusammenstellung des Programmes wurde deutlich, dass sich der Verein nach einem besinnlichen und ruhigen Ausklang dieses vergangenen Jahres sehnte. Dominiert wurde das Konzert von traditionellen Weihnachtsliedern, die teilweise mit dem Publikum gemeinsam gesungen wurden.„Viele Zuhörerinnen und Zuhörer sind uns schon seit Jahren treu und fragen schon im Hochsommer, ob wir wieder singen“. So wurde durch das gemeinsame Singen von traditionellen Weihnachtsliedern nicht nur der Zusammenhalt unter den Chormitgliedern, sondern auch mit dem Publikum gestärkt. Und so gab es durch eben dieses Miteinander bei dem einen oder anderen in diesem Jahr Gänsehaut der anderen Art. Natürlich durften auch schwierige Chorsätze wie Johann Sebastian Bach’s „Jesus bleibet meine Freude“ oder  „Über’s Gebirg Maria geht“ nicht fehlen.  Nicht mehr aus dem Konzert weg zu denken ist der Schulchor der Regelschule Trusetal ebenfalls unter der Leitung von Hans-Werner Rudolph. Auch in diesem Jahr begeisterte die 11-Jährige Emmelie Lesser unter anderem mit dem Klavierstück „Pour Adelaine“   alle Zuhörer. Ebenso spielte  die erst 9-jährige Lea Rothamel am Klavier sehr einfühlsam. Eine kleine Überraschung hatte der Chor doch vorbereitet – ein Weihnachtsquodlibet mit der Aufgabe an das Publikum, die Anzahl der darin versteckten Weihnachtslieder zu zählen. Der Chor war noch nicht fertig mit dem letzten Akkord, so schossen bei den Mädels und Jungs des Schulchores die Hände in die Höhe. Die richtige Anzahl hatte zwar keiner erraten, aber eine Freude für das Ohr waren die kurzen und ineinander verflochtenen Auszüge aus 23 Liedern trotzdem.“Wir hatten schon seit Langem vor, mal ein etwas anderes Konzert zu machen“, so der Chorleiter. Die vergangenen Programme waren durch musikalisch sehr anspruchsvolle Chorsätze wie Händels „Halleluja“ oder „Wie der Hirsch schreit“ von Bartholdy,beziehungsweise auch moderne Ohrwürmer wie „Do they know it’s Christmas time“ geprägt, die die Sängerinnen und Sänger immer wieder an ihre musikalischen Grenzen gebracht haben. „Es war ein Experiment, mal das Tempo zurückzufahrenund sich auf traditionelle Weisen zu konzentrieren“. Jetzt heißt es, wieder neues Liedgut in Angriff zu nehmen, denn bereits im Januar beginnen schon wieder die Proben für die nächsten großen Termine des kommenden Jahres.  „Übrigens, auch die perfekte Möglichkeit, mal dienstags 20 Uhr bei den Proben im Feuerwehrhaus in Trusetal vorbeizuschauen und mitzusingen – denn die Freude an der Musik ist es, was uns verbindet…“